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Meine Fotoausrüstung

Fotorucksack

Im Laufe meiner fotografischen Laufbahn hat sich relativ viel Zeug angesammelt, welches ich natürlich nicht jedes Mal komplett mit mir rumschleppe. Es gibt für jeden Einsatzzweck das richtige Equipment. Oft ist es so, das man nicht alles auf einmal braucht – man braucht eher Sachen für gewisse Situationen und genau da möchte in diesem Artikel drauf eingehen. Ich habe des Öfteren mitbekommen, dass sich junge Fotografen viel Fotografiezeug kaufen, in der Hoffnung, dadurch bessere Fotos zu machen. Das ist leider häufig ein Irrglaube. Oft sind diese jungen Fotografen dann mit ihrer Fotoausrüstung überfordert! Um gute Ergebnisse zu erzielen reichen eine halbwegs anständige Kamera und ein brauchbares Objektiv, vorzugsweise in der Lieblingsbrennweite. Der Rest kommt von allein.

Damit man aber mal sieht was ich alles in meinem Fotorucksack habe und wofür ich die verschiedenen Objektive und kleinen Helfer benutze, mache ich diesen Artikel.

 

Den Großteil meiner Bilder mache ich, wenn ich unterwegs bin. Da ich dann meinen Rucksack brauche, ist der Platz für Equipment beschränkt und ich stehe vor der Entscheidung was ich brauche und was ich mitnehme. Das kann auch mal ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

Anfangs hatte ich nur eine Tasche von Amazon Basics die auch vorerst völlig ausgereicht hatte. Nach und nach wurde diese aber zu klein und ich kaufte mir kurzer Hand einen Rucksack von KF Concept. Er ist günstig und bietet viel Platz. Vorteil sind die herausnehmbaren Polster – so kann man das Innenleben seines Rucksacks individuell gestalten und auf seine Bedürfnisse anpassen. Er ist für einen Rucksack sehr kompakt und bietet viel Tragekomfort. Perfekt für unterwegs!

 

Fotorucksack portraitfotografie

 

 

Also was haben wir um unterwegs richtig los zu legen:

Meine Kamera: Die Canon EOS 80D

Canon 80D

Die Canon EOS 80D, eine 24,2 Mpix starke APS-C Kamera mit vielen Features. Ich habe mir die Kamera Mitte 2016 gekauft und habe das bisher keine Sekunde bereut. Für mich einer der besten APS-C Kameras auf dem Markt und dazu auch noch sehr Einsteiger freundlich. Man lernt sehr schnell alle wichtigen Funktionen kennen und kann z.B. gerade gemachte Bilder direkt von Kamera auf das Smartphone ziehen. Eine Funktion die sehr gerne von meiner Freundin verwendet wird. Mit ihren 45 AF Feldern bietet sie viel kreativen Freiraum und begleitet mich auf jeder Reise. Sie ist mit ihren 7XXg kein Leichtgewicht mehr, aber noch leicht genug um ohne weitere Probleme den ganzen Tag mit ihr rum zu laufen. W-Lan und Klappdisplay, sowie ein toller Videomodus runden die Kamera ab und machen sie zu einem tollen Allrounder.

Das Einzige was mich anfangs gestört hat, war der beiliegende Tragegurt. Er ist für mich (1,93m) zu kurz und bietet auch nicht viel Komfort. Abhilfe und für mich die beste Lösung auf dem Markt ist das Tragesystem von Peak Design. Der Gurt ist sehr breit, auch für große Menschen lang genug und das Beste: im Lieferumfang ist eine Adapterplatte für das Gewinde unterhalb der Kamera dabei an der der Gurt befestigt wird und die zeitgleich mit allen gängigen Stativköpfen kompatibel ist – Stichwort: Arca Swiss. Die Platte hat an jeder Ecke ein kleines Loch um die Kupplungsschlaufen, die man letztendlich mit dem Gurt verbindet, zu befestigen.

Kupplung Peak

Das ist ein sehr großer Vorteil gegenüber den anderen Tragesystemen. Diese werden nämlich direkt unten in das Stativgewinde der Kamera geschraubt und funktionieren dann über ein Kugelgelenk, welches gleichzeitig die größte Schwachstelle darstellt. Ich habe mittlerweile sehr oft gelesen, dass die Gelenke mit dem Alter gerne mal rausbrechen und wenn das passiert sind schnell mal mehrere Tausend Euro hinüber.  Dies kann mit dem Tragegurt von Peak Design eigentlich nicht passieren. Ein weiterer, für mich, großer Pluspunkt ist das schnelle ab und an koppeln des Gurtes an die Kamera. Zwei Klicks und der Gurt ist ab.

Mittlerweile hat Peak Design eine Menge Produkte im Sortiment. Alle samt sind mit den Kupplungschleifen nutzbar dh. man lässt diese einfach an der Kamera und kann die verschiedenen Tragesystem wie Gurt, Handschlaufe etc. ohne Einschränkung nutzen. Da hat mal jemand mitgedacht.

 

Meine Objektive:

Canon Objektive

Jetzt stellt sich natürlich vor jedem Ausflug die Frage: Welche Gläser kommen mit?

Zoomobjektive:

  1. Canon EF-S 18-135mm 3.5-5.6 IS STM – Ein super Allrounder. Bildstabilisiert, großer Brennweitenbereich, tolle Auflösung. Das Objektiv nehme ich gerne wenn ich mir absolut nicht sicher bin was fotografisch auf mich zukommt. Durch den großen Brennweitenbereich eignet es sich hervorragend für Städtetrips oder wenn man leicht unterwegs sein und nicht viel Equipment mit sich rumschleppen will. Die Abbildungsleistung kann sich ebenfalls sehen lassen und mit einem Gewicht von lediglich 4xxg trägt es positiv zum Gesamtgewicht der Kamera/Objektiv Kombo bei.
  2. Sigma 18-35mm f/1.8 DC HSM – das Schärfewunder. Eines der schärfesten Zoomobjektive für den APS-C Sensor das dazu auch noch so Lichtstark ist, wie eine Festbrennweite. Seit 2016 kontinuierlich im Einsatz. Ein Zoomobjektiv der Extraklasse. Durch die Brennweite von 18-35mm deckt es den Weitwinkel- und den Normalbrennweitenbereich super ab. Ich hatte anfangs sehr lange überlegt mir dieses Objektiv zu kaufen und habe es nicht bereut. Sigma hat meiner Meinung nach mit der Art Serie alles richtig gemacht. Egal ob für Portraits oder Architektur- und Landschaftsaufnahmen. Es ist ein echtes Multitalent. Es eignet sich aufgrund der Anfangsbrennweite von 18mm und der zeitgleich enormen Lichtstärke zum Aufnehmen von Astrobildern. (Beispielbild einfügen)
  3. Canon EF-S 10-18mm 4.5-5.6 IS STM – ein gutes Ultraweitwinkel-Objektiv für den APS-C Sensor. Wird von mir benutzt wenn ich weiß, dass ich in Räumlichkeiten fotografieren „muss“. Jedoch fühlt sich das Objektiv erst richtig zu Hause wenn es um Landschaftsaufnahmen geht. Mit dem sehr geringem Preis von rund 200,-€ sollte es in keiner APS-C Tasche fehlen. Das war auch damals für mich der Grund zum Kauf. Zumal sich mit einem Ultraweitwinkelobjektiv tolle Blickwinkel ermöglichen lassen, die man sonst niemals erhalten würde. Durch den Bildstabilisator eignet es sich auch sehr gut zum filmen.
  4. Tamron 70-200mm 2.8 Di VC USD – ein Normalzoom-Objektiv das durch seine Abbildungsqualität und Lichtstärke bekannt ist. Das Objektiv ist eigentlich für den Vollformatbereich entwickelt worden, funktioniert aber auch an APS-C Kameras sehr gut. Wird von mir für Portraits, Street und Outdoorfotografie gleichermaßen benutzt. Es ist in vielen Bereichen einsetzbar und liefert zudem eine Abbildungsqualität auf höchstem Niveau. Der eingebaute Bildstabilisator ermöglicht scharfe Bilder auch wenn das Licht mal nicht so mitspielt wie man möchte. Einziges Manko ist das Gewicht von ca. 1,5kg, was einen ambitionierten Fotografen aber nicht abschrecken sollte. Das Teil macht nämlich einfach nur Spaß. (Bild von Tamron inkl. Kamera um die Größte zu zeigen)

Festbrennweiten:

  1. Canon EF 50mm 1.8 STM der wohl teuerste Joghurtbecher der Welt. Eine super Festbrennweite die sich durch ihre Lichtstärke auszeichnet. Die Bildqualität kommt dabei auch nicht zu kurz. Das Objektiv nehme ich sehr gerne für Portraits und/oder für Geburtstage die im freien stattfinden oder z.B. Gartenpartys. Es wiegt gerade mal 160g und kostet knapp 100,-€. Ein muss? Definitiv! Es ist so klein, dass es sogar in eine Hosentasche passt. (Bild von Objektiv in Hosentasche)
  2. Canon EF 100mm 2.8 L IS USM Macro – scharf, schärfer, EF100 2.8 L. Das Makroobjektiv ist wie der Name schon verrät für Makroaufnahmen gemacht. Es hat eine sehr geringe Naheinstellgrenze und zeichnet sich vorallem durch die überragende Abbildungsqualität aus. Durch den Bildstabilisator eignet es sich auch hervorragend als langes Portraitobjektiv. Ich nutze es für jede Detailaufnahme die ich mit meiner Kamera schieße. Egal ob Autos oder Kleinstlebewesen. Es ist nicht mehr wegzudenken.

 

Meine Filter

 haida filter    haida ND Filter

 

Die Filter dürfen natürlich auch nicht fehlen, allerdings habe ich nicht wirklich viele, da ich sehr gerne Step up/down Ringe benutzte.

  1. Pol-Filter von Hoya in 67mm. Da viele meiner Objektive einen Filterdurchmesser von 67mm aufweisen, habe ich mir einen vernünftigen Pol-Filter gekauft und nutze diesen an verschiedenen Objektiven. (EF-S 18-135, Sigma 18-35, EF 100mm 2.8 L). Er kommt jedes mal zu Einsatz wenn ich unerwünschte Reflexionen, wie z.B. auf Wasser, verhindern will. Durch den Filter kann ich diese fast komplett entfernen. Eine satte tiefe entsteht.
  2. ND Filter 1.8 von Haida in 67mm. Dieser Filter hat eine 64fache Verdunkellung und funktioniert wie eine Sonnenbrille. Er kommt zum Einsatz wenn eine Auslösezeit von 1/8000Sek. zu lang ist (ja das kann tatsächlich zu lang sein). Durch den Filter wird die Optik verdunkelt und man kann länger auslösen ohne dass das Bild überbelichtet. Zusätzlich ist so ein ND Filter auch sehr nützlich wenn man beispielsweise fließendes Wasser fotografiert. Das Wasser wirkt durch die verlängerte Belichtungszeit sehr weich.

 

 

Ein gutes Stativ darf bei der Fotoausrüstung nicht fehlen

Stativ Rollei C5i

Denn Sinn und Zweck eines Stativs will ich hier nicht erläutern. Ein Stativ ist ein MUST-HAVE für jeden Fotografen. Ich nutze zur Zeit das Rollei C5i. Es ist sehr kompakt, stabil, relativ leicht und kann auch als Einbeinstativ genutzt werden. Diese Eigenschaften und der Preis von 100-150€ machen es unheimlich interessant. Im Winter 2016 hat mein altes, wackliges Stativ ausgedient und es musste bis Silvester ein neues her. Ich bin dann auf besagtes Stativ gestoßen und habe es bisher nicht bereut. Es begleitet mich bei jeder Fotosession und kann aufgrund des geringen Packmaßes an meinen Rucksack gesteckt werden.

 

 

Mein Blitz:

yongnuo 560 iii Blitz

Auch ein Blitz kann in gewissen Situationen sehr hilfreich sein. Ich habe mich damals für einen Blitz von einem Dritthersteller entschieden, da diese bei gleicher oder ähnlicher Leistung nur ein Drittel kosten. Bei mir fiel die Wahl auf den YONGNUO YN-565EX II ETTL. Dieser wird von meiner Kamera voll unterstützt und kostet gerade mal 65,-€. Die Blitzleistung ist sehr gut und für meinen Fall vollkommen ausreichend. Den Blitz verwende ich für Macroaufnahmen oder für Portraits im HighKey-Bereich (mit Absicht überlichtet). Auch für Geburtstagspartys oder Hochzeiten ist ein Blitz essentiell. Oft ist es in solchen Räumlichkeiten, vorallem zur späteren Stunde, sehr dunkel. Das Auge gewöhnt sich daran, das Objektiv kann das jedoch nicht. Der Blitz schafft da Abhilfe.

 

Sonstiges:

Selbstverständlich trägt man so allerlei Kleinkram mit sich rum. Dabei handelt es sich nicht nur um Speicherkarten – ich nutze ausschließlich die Sandisk Ultra in 32 und 64GB, weil ich bisher nur positive Erfahrungen mit diesen Karten gemacht habe –  sondern auch:

  1. Das Ladegerät meiner Kamera – immer dabei.
  2. Ein Cullmann Ministativ für den schnellen unkomplizierten Einsatz in z.B. Räumlichkeiten
  3. Ein originaler Fernauslöser von Canon
  4. Ein LP6-N Ersatzakku
  5. Rode DSLR Aufsteckmikrofon – falls ich filmen will
  6. Softbox von Lumaland

 

Fotoausrüstung

Das war´s auch schon. Mit diesem Equipment bin ich bisher wunderbar ausgekommen, was aber nicht heißen soll, das nichts Neues dazu kommt. Es vergeht kaum ein Monat ohne dass ich mir irgendwas kaufe. Das können auch kleine Dinge wie eine Handschlaufe sein, die ich mir letztens gekauft habe. Diese nutzt das gleiche Kupplungssystem wie mein Kameragurt und ist somit zu 100% kompatibel. Sehr nützlich wenn man die Kamera sowieso die ganze Zeit in der Hand hat.

 

Im Prinzip sind wir alle der Technik verfallen und das ist auch schön – solange man damit tolle Bilder produzieren kann, die wir dann zur Show stellen können.

 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel einen guten Einblick in mein Equipment verschaffen und bin für jegliche Anregung oder Erweiterung offen.

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