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Die Canon EOS 6d Mark ii Vollformat Kamera

Canon EOS 6d Mark ii

Erster Eindruck der Canon EOS 6d Mark ii Vollformat Kamera 

Auf der Photokina 2012 stellte Canon erstmals die Einsteigerklasse der Vollformatkameras vor. Die Canon 6D. Diese Kamera fand eine große Fangemeinde und bot dem Hobbyfotografen die Möglichkeit für vergleichsweise wenig Geld die Vollformatsektion zu beschnuppern. Im Juli 2017, rund 5 Jahre später, präsentierte Canon das Nachfolgermodell: Die Canon 6d Mark II.

Im Gegensatz zu ihrer älteren Schwester wurde diese deutlich überarbeitet und bot im Vollformat noch nie dagewesene Features wie z.B. das Dreh- und Schwenkbare LCD-Touchdisplay.

Preislich und Austattungstechnisch platziert sich die Canon 6d Mark II unter ihren großen Geschwistern wie der Canon 5d Mark IV oder der 1dx Mark II. Keine Überraschung, dürfte aber für viele fortgeschrittene Hobby- und Profifotografen sehr interessant sein.

Was die Canon 6d Mark II nun drauf hat und ob sich die Anschaffung von 2.099,-€ (OVP) lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Vorab ein paar Highlights:

  • 26,2 Megapixel Vollformat Sensor der neuesten Generation
  • Gestochen scharfes, dreh- und schwenkbares 3“ LCD-Touchdisplay mit ca. 1.040.000 Bildpunkten
  • Auto ISO-Bereich 100-40.000 (manuell erweiterbar bis 102.400)
  • Wlan, GPS, Bluetooth 4.1, NFC
  • Dual-Pixel Technik mit 45 AF-Kreuzsensoren

 

Erster Eindruck & Verarbeitung:

Canon Vollformat Kamera

Die Canon 6D Mark II besitzt ein aluminiumlegiertes und mit glasfaserverstärktes Polycarbonat Gehäuse und liegt mit ihren 765g sehr gut in der Hand. Sie ist staub-und spritzwassergeschützt und bietet einen sehr ausgeprägten, gummierten Griff für sicheren Halt. Die Anordnung der Bedienelemente, sowie des Steuerrades ähneln sehr stark unserer Canon EOS 80D, was für ein gewohntes und vertrautes Gefühl sorgt. Ebenso der im Lieferumfang enthaltende Akku und das dazugehörige Ladegerät kommen einem Canon Benutzer sehr bekannt vor. Das liegt daran, dass Canon wie bei mittlerweile vielen anderen DSLR-Modellen den gleichen 1.865mAh LP6-(N) Akku verwendet. Erstmal ein großes Lob dafür. In dem heutigen Ladegerät-/Akku-Dschungel können wir so etwas nur unterstützen. Der Akku schafft im normalen Fotobetrieb rund 2.600 Aufnahmen oder ca. 1.800 Aufnahmen im Live-View Modus.

Äußerlich kann man sonst nicht viel Neues erkennen. Die Verarbeitung ist Canontypisch auf einem sehr hohen Niveau. Selbst das dreh- und schwenkbare Display macht einen sehr soliden Eindruck. Es wackelt selbst bei etwas mehr  Nachdruck nicht. Die Knöpfe und Schalter haben einen sehr angenehmen Druckpunkt. Leider fehlt der Canon Vollformattypische Joystick zum Navigieren in den Menüs. Dies empfinden wir aber nicht als negativ, da das Steuerrad mit der integrierten 8-Wege-Wippe ebenfalls sehr gute Dienste leistet. Sollte man sich jedoch nicht mit dem Steuerkreuz anfreunden können, gibt es ja noch das Touchdisplay.

Hält man die Kamera in der Hand fällt einem sofort auf, dass Canon mit der 6d Mark II gutes, altes, gewohntes mit neuer Technik gepaart hat. Denn wurde zuerst nur in den kleineren Produktklassen dreh- und schwenkbare Monitore verbaut, um dann mit den Mittelklasse-DSLRs mit einem Dual-Pixel AF als Spitzenreiter Livebild- und Video-Autofokus zuzuschlagen, kommt jetzt die Profi Vollformatklasse mit diesen Eigenschaften. Beides bekam nämlich die Canon 6d Mark II eingebaut. Der Monitor ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal bei Canons Vollformatmodellen. Zusätzlich behält die 6d dabei guten Eigenschaften der Vorgängerin wie Wlan und GPS. Neuerungen in Form von dynamisch anpassbares Auto-ISO, interner Timer oder erweiterbares Menü sind Sachen die Canon der neuen 6d II ebenfalls eingepflanzt hat.

EOS 6D Mark ii schwenkbares Display

Einzig und allein einen internen Blitz sucht man vergebens an der neuen DSLR. Dieser wurde eingespart, was im Vollformatsegment aber üblich ist.

 

Technische Daten (Quelle: www.canon.de)

Hersteller

Canon

Modell

EOS 6d Mark II

Auflösung

26,2 effektiv (max. Auflösung: 6.240×4.160 Bildpunkte)

Sensorgröße/Typ

CMOS-Sensor (35,9x24mm) Vollformat, DIGIC 7

Bildformat

JPEG, RAW

AF-System/-Messfelder

Optischer Sucher mit Weitbereich-Autofokus mit 45 AF-Kreuzsensoren, Dual-Pixel Technik

ISO-Empfindlichkeit

Foto: Auto (100-40.000), Manuelle ISO kann erweitert werden auf L: 50, H1: 51.200, H2: 102.400

Video: Auto (100 – 25.600), 100 – 25.600 (in ganzen oder Drittelstufen), Auto ISO/ Manuelle ISO kann erweitert werden auf H1: 51.200, H2: 102.400

Verschlusszeiten

30-1/4.000 s (halbe oder Drittelstufen), Langzeitbelichtung (B) (gesamter Verschlusszeitenbereich

Sucher

Dachkantprisma; Bildfeldabdeckung ca. 98%

Display

Dreh- und schwenkbarer 7,7 cm (3,0 Zoll) großer Clear View II TFT Touchscreen mit Seitenverhältnis 3:2, ca. 1.040.000 Bildpunkte

Sonstige Schnittstellen

WLAN, USB 2.0, Bluetooth 4.1, NFC, HDMI Typ C,

Speicherung

Typ SD-, SDHC- oder SDXC (UHS-I)-Karten

Abmessungen (BxHxT)

Ca. 144,5 x 110,5 x 74,8 mm

Gewicht

Ca. 765 g

Objektivanschluss

Canon EF-Mount

 

Autofokussystem der Canon EOS 6d Mark ii

Das Autofokussystem der 6D Mark II ist 1:1 von dem kleinen Bruder aus der APS-C Reihe übernommen worden. Dabei handelt es sich zufälligerweise um unsere Canon EOS 80D. Treffsicherheit und Geschwindigkeit überzeugen selbst in Low-Light Situationen, jedoch ist das AF-Modul für eine APS-C Kamera entwickelt worden, was zwangsweise dazu führt das die Kreuzsensoren bei der EOS 6d Mark II sehr zentriert angeordnet sind und lediglich den Mittelteil der Bildes sehr gut abdecken.

Für dynamische Motive ist demnach der Live-View Modus die intelligentere und vielleicht bessere Wahl. Das soll aber nicht heißen, dass man mit den 45 vorhandenen AF-Kreuzfeldern keine guten Bilder erzeugen kann. Die Vorgängerin hatte lediglich 11 Messfelder und zählt zu den Einsteiger Vollformatkameras schlecht hin. Das AF-System arbeitet sehr zuverlässig. Wer dynamische Motive gewohnt mit dem Sucher ablichtet möchte kann dies natürlich ohne Einschränkung tun. Dabei kommt einem das im oberen Mittelfeld angesiedelte Tempo der Canon EOS 6d Mark II von ca. 6,5 Bildern pro Sekunde zu Gute. 

Die neue DSLR ist ebenfalls und dank Dual-Pixel CMOS-AF hervorragend zum filmen geeignet. Die Scharfstellung erfolgt sehr zügig und wem FullHD mit 60fps reicht, ist hier bestens bedient. 4K Videoaufnahmen sind teureren Modellen, wie der EOS 5d Mark IV, vorbehalten. Ebenfalls neu ist ein manuell aktivierbarer Videostabilisator. Dieser führt zu einer Bildverengung und kann so kleine Ruckler digital ausmerzen. Dieser ersetzt jedoch keinen analogen Stabilisator, wie er in Objektiven zum Einsatz kommt, ist aber trotzdem ein nettes Gimmick.

Bildqualität, Rauschverhalten

Die erzeugte Bildqualität der Canon EOS 6d Mark II braucht sich im Hauptempfindlichkeitsbereich von ISO 100 – 1600 nicht hinter anderen Vollformatkameras verstecken. Mit gutem Motivkontrast sind brauchbare Aufnahmen bis zu einer ISO von 12.800 möglich. Genau da liegt nämlich der Knackpunkt zwischen Vollformat und APS-C Kameras. Mit unserer Canon EOS 80D (APS-C), die sich in Sachen Bildqualität ebenfalls nicht verstecken muss, ist bei ISO 6.400 Schluss.

Canon EOS 6d Mark ii vs Canon EOS 80D

links: EOS 6D; rechts: EOS 80D

Das liegt an dem kleineren Sensor. Auf diesem fällt schlichtweg nicht so viel Licht wie auf einem Vollformatsensor. Auch in Sachen sichtbarer Bildqualität kann sich die Mark II von Ihrer Vorgängerin und der APS-C Konkurrenz EOS 80D abheben, gleiches Objektiv vorausgesetzt.

 

Canon EOS 6d Mark ii Bildqualität

 

Dynamik der Canon EOS 6D Mark ii

Der Dynamikumfang der 6d Mark II hat bisher wohl die meisten Schlagzeilen gemacht, wenn es um die neue DSLR ging. Ist er wirklich so schlecht? Wir sagen nein!

Der Dynamikumfang schafft es im Labor auf 11,9 Blendenstufen. Dies ist 0,2 Blendenstufen unter dem Vorgänger (EOS 6d Mark I) und ca. 1,3 Blendenstufen unter der EOS 80D. Natürlich klingt das erst mal nicht so prickelnd. Doch was verbirgt sich hinter dem Wort „Dynamikumfang“? Im Prinzip lässt sich das mit einem Satz vereinfacht erklären. Der Wert des Dynamikumfangs einer Kamera gibt an wie viele Blendenstufen zwischen dem hellsten und dunkelsten Bereich eines Bildes dargestellt / aufgenommen werden können, ohne die dunklen Bereiche zu hell oder die hellen Bereiche zu dunkel wirken zu lassen. 1 EV bzw. eine Blendenstufe sind mit dem Auge in einer realen Situation kaum sichtbar und dient eher einem Laborvergleich.

Generell gesagt ist der Dynamikumfang zwar relativ wichtig, aber nicht alles. Die 6d kann in Sachen Bildqualität, Rauschverhalten und Farbwiedergabe punkten, was Sie für uns zu einem würdigen Nachfolger der 6d Mark I macht.

 

EOS 6D Vollformat Dynamikumfang

 

Konnektivität/Sonstiges

Wie bereits den Technischen Details zu entnehmen ist, ist die EOS 6d Mark II, wie alle neueren EOS Modelle mit Wi-Fi, Bluetooth 4.1 und NFC ausgestattet. Sie verfügt zudem über ein GPS-Modul das die Position der aufgenommen Bilder speichern kann, eine Flackererkennung die bei Kunstlicht im hellsten Moment auslöst und immerhin 4k im Zeitraffermodus. Dass sie nur über einen Speicherkartenslot verfügt stößt in der Community relativ oft sauer auf, jedoch stört uns das nicht im Geringsten.

  

Fazit der Canon EOS 6d Mark ii

Canon Vollformat Kamera EOS 6D Mark ii

Die Erwartungen an diese Kamera waren sehr groß. Lange hat die Community auf den Nachfolger der 6d Mark I gewartet und ihn im Juli 2017 bekommen. Unserer Meinung nach ist die Canon 6d Mark II  ein solider und guter Einstieg in die Welt der Vollformatkameras. Ihre Schwächen im Dynamikumfang, die fehlende 4k Videofunktion und die zu zentrierten AF-Messfelder fallen in der Praxis so marginal auf, dass ihre, dank 26,2 Megapixel, gute Bildqualität, der Dual-Pixel CMOS-AF und der dreh- und schenkbare LCD-Touchdisplay das schon wieder ausgleichen können.

Man sollte sich selber eine wichtige Frage stellen: Was braucht man im fotografischen Alltag wirklich?

Die 6d ist keine eierlegende Wollmilchsau bietet aber ein hervorragendes Gesamtpaket und wer schon einmal im Vollformatsegmet Fuß fassen wollte, ist hier für vergleichsweise wenig Geld sehr gut bedient.  Wir hatten sehr viel Spaß mit dieser Kamera und falls ich mich mal von meiner 80D trennen sollte, steht die Canon EOS 6d Mark ii sehr weit oben auf meiner Liste.

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